Lob tut einfach gut – Warum Mitarbeiter öfter gelobt werden sollten

Lob tut einfach gut – Warum Mitarbeiter öfter gelobt werden sollten

Von klein auf sind wir es gewohnt, für gute Leistungen gelobt zu werden. Sei es als Kind, wenn wir von unseren Eltern für den noch so kleinen Fortschritt gelobt wurden, in der Schule, wenn wir beispielsweise für gute Präsentationen gelobt wurden oder wenn uns unsere Freunde einfach mal sagen, wie gut wir ihnen tun.

Auch im Job brauchen wir öfter mal einen Schulterklopfer, denn in der Wissenschaft ist lange belegt, dass glückliche Mitarbeitende produktiver und engagierter sind. Dies hat zwei entscheidende Gründe: 

Lob motiviert 

So ein klein wenig Lob kann in unserem Körper schon ganz viel auslösen: Durch Lob wird das Hormon Endorphin ausgeschüttet, welches in uns wiederum Glücksgefühle auslöst. Wir erleben dann einen regelrechten Moment der Hochstimmung. Durch diese Euphorie sind wir viel motivierter und leistungsfähiger. Wer gelobt wird, sollte mal darauf achten. Hatte man davor schlechte Laune, kann diese ganz schnell verflogen sein und man ist vielleicht wieder voller Tatendrang. 

Lob fördert die Kreativität und Leistung 

Ein weiteres Hormon, das im Lobrausch ausgeschüttet wird, ist Oxytocin. Dieses fördert insbesondere die Kreativität und damit neue Lösungen, Denk- und Handlungsweisen.  

Die Forschung besagt auch, dass nicht etwa die Vermeidung oder der Abbau von Schwächen zu gesteigerter Leistung führt, sondern die Förderung von Stärken. Dieser Gedanke knüpft unter anderem an das Konzept der Positiven Psychologie nach Seligman an. 

Trotzdem kommt Lob oft zu kurz. Gute Leistungen werden eher als selbstverständlich angesehen und viele Führungskräfte sind fälschlicherweise der Ansicht, ihren Mitarbeitenden eher ihre Schwächen aufzeigen zu müssen. Dies ist aber aus zweierlei Hinsicht nicht leistungsfördernd: Zum einen ist ständige Kritik nicht objektiv, denn was eine Person an mir kritisiert, kann eine andere Person vielleicht gut finden. Zum anderen schränkt Kritik die Lernfähigkeit eher ein, denn sie ruft negative Emotionen hervor, was wiederum dazu führt, dass unsere kognitiven Fähigkeiten eingeschränkt werden.  

Kritik sollte dennoch nicht zu kurz kommen. Es ist die gesunde Mischung aus Lob und Kritik, die uns weiterbringt.

Sagen Sie Ihren Mitmenschen, wenn sie etwas richtig gut gemacht haben! 

Haben Sie kürzlich bei Ihren Kollegen beobachtet, dass sie etwas richtig gut gemacht haben? Loben Sie sie. Sie werden beobachten können, dass sie motivierter sind, vielleicht auch hilfsbereiter und aufgeschlossener. Wer außerdem selbst positiv gestimmt ist, überträgt diese Stimmung meist auch auf seine Mitmenschen. Damit wird wiederum die Leistungsfähigkeit des gesamten Unternehmens gefördert. Lob tut einfach gut.