New Work Night online #3 – Mit Netzwerken zum Erfolg

New Work Night online #3 – Mit Netzwerken zum Erfolg

Wie funktioniert eigentlich gutes Netzwerken? Gerade in den aktuellen und krisenhaften Zeiten merken wir, dass Menschen sich zusammentun, solidarisch zeigen und gegenseitige Unterstützung anbieten. In unserer 3. New Work Night Online am 30.04.2020 hatten wir Nils Blome, Agile Coach bei der enpit GmbH & Co. KG zu Gast. Wir haben unseren Austausch für euch zusammengefasst. 

Was treibt Nils zum Netzwerken an? 

Key Note #3-New Work Night

Nils versteht sich als Brückenbauer. Seine Motivation: anderen Menschen helfen, ihre Ziele zu erreichen. Für ihn ist es außerdem ein Antreiber, zu sehen, wie oft schon ein einziger Anruf helfen kann, zwei Personen zusammenzubringen und ihnen zu einem gemeinsamen Erfolg zu verhelfen.  

Ein Sprichwort lautet: „Netzwerke schaden immer nur dem, der sie nicht hat.“ Brauchen wir Netzwerke, um erfolgreich zu sein? 

Man braucht Netzwerke, um sowohl privat als auch beruflich erfolgreich zu sein und seine Ziele zu erreichen. Natürlich kann ich auch ohne ein Netzwerk erfolgreich sein, jedoch brauche ich vermutlich viel länger, als ich es mit einem Netzwerk wäre. Denn der Nutzen des Netzwerkens besteht darin, selbst etwas ins Netzwerk zu investieren und dafür auch etwas zu erhalten. Durch Netzwerke gelangt man auf diese Weise schneller zum Ziel.  

Gibt es Menschen, die besser netzwerken können als Andere, beispielsweise extrovertierte Menschen? 

Netzwerker zu sein ist nichts anderes als eine persönliche Kompetenz. Wenn ich eine Kompetenz erreichen möchte muss ich mich bewusst dafür entscheiden und etwas dafür tun.  Darüber hinaus bedarf es folgende zwei Eigenschaften: 

  • Selbstlosigkeit, d.h. die eigenen Interessen anzustellen und das Bedürfnis des Anderen in den Vordergrund stellen. Ein guter Netzwerker stellt sich die Frage, was den anderen  weiterbringt. 
  • Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein: Als guter Netzwerker sollte ich Versprechen einhalten: Verspreche ich Jemandem etwas zu tun und z.B. einen Kontakt herzustellen, dann mache ich das auch.  

Wichtig ist auch, Erfahrungen zu sammeln: Je mehr Veranstaltungen ich besuche, je größer wird mit der Zeit mein Netzwerkpool und meine Sicherheit darin, mit Menschen ins Gespräch zu kommen. 

Nicht jeder ist der Typ fürs Netzwerken. Studien belegen, dass 65 % der Deutschen das Netzwerken scheuen. Wie werde ich zum Netzwerker? 

Tatsächlich ist es in unserer deutschen Mentalität begründet, dass es für uns oftmals eine Hürde darstellt, fremde Menschen anzusprechen. Zurückhaltende Personen sollten sich daher im Freundes- oder Bekanntenkreis nach einem guten Netzwerker umschauen und mal gemeinsam auf eine Veranstaltung gehen um zu lernen, wie der Andere es macht. Schließlich braucht es Übung, bis das Netzwerken irgendwann zu einer Routine wird. 

Einmal im Jahr Geburtstagsgrüße an mein Netzwerk schicken reicht nicht. Wie pflege ich nachhaltig mein Netzwerk? 

Eine mögliche Methode ist es, sich eine Datenbank der eigenen Kontakte zurechtzulegen, beispielsweise auf Karteikarten. Auf dieser Datenbasis können dann systematisch regelmäßige Anrufe und Gespräche erfolgen, in denen zum Beispiel aktuelle Projekte erfasst werden. Ein Jahr später kann man sich dann beispielsweise nach dem aktuellen Stand und möglichem Einsatzbedarf erkundigen. Das ist zwar sehr zeitintensiv, aber eben auch nachhaltig. Weiterhin sollte das Netzwerk regelmäßig „inhaltlich” bewertet werden: Für welches Fachgebiet brauche ich noch Kontakte, wen möchte ich noch kennenlernen?  

Ego vs. Teamplay: Woran erkenne ich, ob jemand egoistische Absichten mit seinem Netzwerk verfolgt?  

Egoistische Absichten verfolge ich, wenn es nur um meinen Profit geht. Damit ist man am Anfang zwar erfolgreich, so eine Einstellung spricht sich aber auch schnell herum. Das Teamplay ist entscheidend: Dies ist nicht gegeben, wenn ich jemanden aus reiner Sympathie weiterempfehle, denn damit helfe ich meinem Gegenüber nicht. Sobald meine Interessen also wichtiger sind als die des Gegenübers, bin ich kein erfolgreicher Netzwerker. Selbstbewusstsein ist zwar wichtig, aber eben auch der Teamgedanke. 

Unsere Erkenntnis

Wer nicht nur selbstbewusst ist, sondern auch ein Teamplayer, hat das Potential zu einem guten Netzwerker. Netzwerke lohnen sich, um privat und beruflich voranzukommen. Aktuell zeigt sich eine neue Form der Solidarität. Diese sollte es jedoch auch außerhalb von Krisenzeiten noch mehr geben, denn es ist sehr wertvoll, wenn man durch Netzwerke nicht nur selbst erfolgreich sein kann, sondern auch Anderen zu ihren Zielen verhelfen kann. 

New Work Night verpasst? Kein Problem. Die ganze Folge vom 30.04.2020 mit Nils Blome, Agiler Coach bei der enpit GmbH & Co. KG, wird in den nächsten Tagen auf unserem easypraise youtube Kanal zu finden sein.